10:00–10:45 | Begrüßung durch Lena Hansen und Sarah Lüngen & Keynote
Survival of the Greenest oder doch Capitalism first? | Warum wir als Branche die Veränderung nicht verhindern können (und sollten)
Nachhaltigkeit? Unbedingt! Solange alles beim Alten bleibt. Wir wollen denWandel, aber bloß keine Veränderung. Während die junge GenerationKlimagerechtigkeit einfordert, verharrt die Branche oft im defensiven Moduszwischen Kostenangst und Bequemlichkeit.
In dieser Keynote wird aufgezeigt, wie dieBranche den Sprung vom moralischen „Müssen“ zum wirtschaftlichen „Wollen“schafft. Sie liefert den Realitätscheck, wieso Widerstand zum Prozess gehörtund warum das Verteidigen des Status quo am Ende teurer wird als jedeTransformation. Das Ziel der Session: Zu verstehen, warum Nachhaltigkeit keinmoralisches Extra mehr ist, und wie wir unter anderem durch die radikalePartizipation junger Akteur*innen als Change Agents die Relevanz dergesamten Branche für die Zukunft sichern.
11:00–12:00 | Das +1 Phänomen: Klimawandel auf der Gästeliste | Wie Festivals ihre Bühnen, Crew und Crowd vor Extremwetter schützen.
There’s no glory in prevention – oder vielleicht doch? Extremwetter ist eines der am meisten unterschätzten Risiken der Branche, und in den kommenden Jahren wird es immer schwerer zu ignorieren sein. Sicherheitsvorkehrungen kosten: Zeit, Geld, Vorlauf. Sie nicht zu treffen, kann am Ende deutlich teurer werden und im Worst Case tragisch enden. Im Panel sprechen wir über die aktuellen und kommenden Herausforderungen, die der Klimawandel für Großevents mitbringt, und über handfeste Strategien für das vermeintlich Unplanbare: wie werden wir klimaresilient?
12:45–13:45 | Inklusion als kulturpolitischer Standard | Warum Teilhabe nicht vom guten Willen abhängen darf.
Inklusion & Barrierefreiheit sind in den Förderstrukturen der deutschen Kultur- und Musikbranche immer noch zu häufig freiwillige Zusatzleistung. Das Panel zeigt anhand internationaler Best Practices, welche kulturpolitischen Weichen und Förderstrukturen wirksam und nötig sind, damit kulturelle Teilhabe auf, vor und hinter der Bühne auch in Deutschland selbstverständlich wird.
14:00–15:00 | Nicht mitgedacht = nicht im Lineup. Warum Behinderung kein Karrierehindernis sein darf.
Künstler*innen mit Behinderung sind in der Musikbranche noch immer massiv unterrepräsentiert. Nicht wegen fehlenden Talents, sondern meist schlichtweg aufgrund von vermeidbaren Barrieren, wie nicht barrierefreie Bühnen und Backstagebereiche. Musiker*innen mit Behinderung diskutieren mit Veranstaltenden und Musiklabels, wie inklusive Rahmenbedingungen geschaffen werden können, damit nicht trotz, sondern mit der Behinderung die gleichen Karrierechancen selbstverständlich werden.
15:15–16:15 | Workshop: Fantastival – Wie sieht das ideale Festival für neurodivergente Menschen aus?
Wie sähe dein neurodivergentes Traumfestival aus? Wir malen uns gemeinsam eine Festivalutopie aus, in der all unsere Wünsche nach Rückzugsräumen, reizarmer Umgebung und Small-Talk-freiem Networking erfüllt sind. Dabei lernen wir mehr über neurodivergente Bedürfnisse: wie wir sie selbst erfüllen können und was wir von der Musikbranche fordern sollten. Wir malen dazu gemeinsam ganz analog ein Festivalgelände – wer nicht malen kann oder will, kann Ideen auch kleben, kritzeln, schreiben oder mündlich mitteilen. Wir kommen auch miteinander ins Gespräch, aber niemand muss etwas sagen. Die Session richtet sich an neurodivergente Menschen, also Menschen mit Autismus, ADHS, Dyslexie, Dyspraxie, Tourette, Synästhesie oder Hochsensibilität. Eine offizielle Diagnose ist keine Voraussetzung für die Teilnahme. Ihr könnt euch während der Session im Raum bewegen oder ihn verlassen und Stimming Tools verwenden. Im Raum ist es ruhig.