Change(K)now! Konferenz 2026

Wie funktionieren Mehrwegsysteme für Speisen und Getränke in der Praxis – und wie werden sie massentauglich? 

„Reusable Food Packaging Systems – European Experiences and Solutions“

Auf der englischsprachigen Konferenz präsentieren wir die Ergebnisse aus drei Jahren Praxiserfahrung: Wir haben europaweit Mehrwegsysteme unter realen Bedingungen getestet und implementiert. 

In dieser von der EU geförderten Initiative haben Kommunen, Unternehmen, Universitäten, NGOs und Systembetreiber Hand in Hand gearbeitet. Auf der Abschlusskonferenz triffst du die Vorreiter:innen, die den Wandel von Einweg zu Mehrweg aktiv vorantreiben, und erhältst wertvolle Einblicke in erprobte Systeme aus öffentlichen Einrichtungen, Veranstaltungen, Märkten und dem urbanen Raum. 

Erfahre aus erster Hand, wie Mehrweglösungen erfolgreich umgesetzt werden in den Bereichen: 

  • Gemeinschaftsverpflegung & Kantinen (Public Catering)
  • Veranstaltungen & Festivals
  • To-Go-Angebote & Lebensmittelmärkte
  • Strategische Initiativen zur Förderung des Systemwandels

Warum sich eine Teilnahme lohnt: 

  • Austausch auf Augenhöhe: Vernetze dich direkt mit den Akteuren aus 28 Pilotprojekten aus ganz Europa. 
  • Erfahrungen aus erster Hand: Gewinne exklusive Einblicke in die Praxis, konkrete Lösungen und wichtige Lessons Learned. 
  • Starkes Netzwerk: Knüpfe Kontakte zu Kommunen, Unternehmen, Systembetreibern, Forschungseinrichtungen und NGOs. 
  • Wissen teilen: Tausche dich über neue Perspektiven und Ansätze für zukunftsfähige Mehrwegsysteme aus. 

Die Konferenz bildet den feierlichen Abschluss des Projekts Change(K)now!, das durch das Programm Interreg Baltic Sea Region gefördert wird. 

Programm

09:30–10:0 |  Frühstück, Registrierung und Networking

10:00–10:15 | Begrüßung zur Change(K)now-Abschlusskonferenz

Mette Boye, Stellvertretende Direktorin bei Gate 21, und Aija van der Steina, Projektleiterin von Change(K)now!

10:15–10:30 | Die Bühne bereiten: Die Zukunft von Mehrweg-Lebensmittelverpackungen in Europa

Rasmus Nordqvist, Mitglied des Europäischen Parlaments

Der Übergang zu Mehrweg-Lebensmittelverpackungen gewinnt in ganz Europa an Fahrt – angetrieben durch neue Gesetzgebung, Klimaziele und eine wachsende Nachfrage nach zirkulären Lösungen. Rasmus Nordqvist, Mitglied des Europäischen Parlaments, berichtet über die neuesten Entwicklungen bei der Umsetzung der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) und darüber, was diese für Unternehmen, Kommunen und Bürger:innen bedeuten. Auf Basis seiner Gesetzgebungsarbeit und des Dialogs mit der Industrie reflektiert er über die Chancen und Herausforderungen bei der Skalierung von Mehrwegsystemen.

10:30–11:30 |  Die Pilotprojekte im Ausstellungsbereich kennenlernen

Erkenntnisse aus drei Jahren Erprobung von Mehrweg-Verpackungssystemen für Lebensmittel 

Was braucht es tatsächlich, damit Mehrweg in der Praxis funktioniert? Besuchen Sie den Ausstellungsbereich und lernen Sie die Organisationen hinter den Pilotprojekten von Change(K)now kennen. Entdecken Sie erprobte Lösungen aus Gemeinschaftsverpflegung, Veranstaltungen, Take-away-Angeboten und kommunalen Strategien, lernen Sie aus praktischen Erfahrungen und Rückschlägen und diskutieren Sie Möglichkeiten für Übertragbarkeit und Zusammenarbeit.

11:30–12:00 | Wie gestalten wir Verhalten für erfolgreiche Mehrwegsysteme?

Sille Krukow, Expertin für Behavioural Design und Nudging

Mehrweg-Verpackungssysteme für Lebensmittel sind zu einem großen Teil eine verhaltensbezogene Herausforderung. Selbst die am besten gestalteten Mehrweglösungen funktionieren nur, wenn Menschen sich immer wieder aktiv dafür entscheiden. Und in einer Zukunft, in der Mehrwegverpackungen zunehmend zum Standard werden, wird es entscheidend sein, Systeme zu gestalten, die Mehrweg intuitiv und mühelos machen.
In diesem Vortrag gibt Sille Krukow Einblicke, warum Menschen ihre Gewohnheiten nicht automatisch ändern und wie Behavioural Design Mehrwegverpackungen zur einfachen, attraktiven und selbstverständlichen Wahl machen kann.

12:00–12:45 | Mittagessen und Networking

12:45–13:45 |Politisches Gespräch

Von Pilotprojekten zu Systemen – wer muss was tun?

In den vergangenen drei Jahren hat Change(K)now gezeigt, dass Mehrweg-Verpackungssysteme für Lebensmittel in der Praxis funktionieren können. Die Herausforderung besteht nicht mehr in einem Mangel an Lösungen, sondern darin, wie sie über Pilotprojekte hinaus skaliert werden können.
Auf Basis der Politikempfehlungen des Projekts diskutieren Vertreter:innen aus Kommunen, Nationalstaaten und der europäischen Ebene, wer für die nächsten Schritte Verantwortung übernehmen muss. Das Gespräch beleuchtet, wie Nachfrage nach Mehrweg geschaffen werden kann, wie sektor- und regionenübergreifend funktionierende Systeme aufgebaut werden können und wie die regulatorischen, finanziellen und organisatorischen Hürden überwunden werden können, die eine großflächige Umsetzung bislang verhindern.

  • Heidrun Fammler, Baltic Environmental Forum Deutschland – Hauptautorin der Change(K)now-Politikempfehlungen
  • Sarosh Qureshi, Stadt Kopenhagen
  • Vertreter:in des Umweltbundesamts (tba)
  • Vertreter:in der Europäischen Umweltagentur (tba)
  • Vertreter:in der New European Reuse Alliance (tba)

13:45 – 14:00 | Kaffee und Kuchen

14:00 – 14:50 | Workshop:

Ihr Fahrplan zu Mehrweg-Verpackungssystemen für Lebensmittel

Wie können die Erfahrungen und Erkenntnisse aus Change(K)now Ihren eigenen Weg hin zu Mehrweg unterstützen? In dieser interaktiven Session erkunden Sie Hürden und konkrete Möglichkeiten, Mehrweg-Lebensmittelverpackungen in Ihrer eigenen Organisation umzusetzen. Diskutieren Sie mit anderen Teilnehmenden und Projektexpert:innen und nehmen Sie neue Ideen, nützliche Kontakte und ein klareres Verständnis der konkreten nächsten Schritte zur Umsetzung mit.

14:50 – 15:00 | Reflexion und Abschluss

Ein kurzer Rückblick auf die wichtigsten Erkenntnisse des Tages und ein Ausblick auf die Zukunft von Mehrweg-Verpackungssystemen in Europa.

15:00 – 16:00 | NGO-Session

In Workshops erhalten NGOs die Gelegenheit, praktische Erfahrungen und erfolgreiche Ansätze zu Bürger:innenbeteiligung, Abfallvermeidung und Verhaltensänderung zu teilen. Die Teilnehmenden gewinnen konkrete Einblicke aus realen Pilotprojekten und Mehrweginitiativen – einschließlich Erkenntnissen darüber, welche Kommunikationsstrategien am besten geeignet sind, um öffentliche Akzeptanz aufzubauen und die Einführung von Mehrwegsystemen zu fördern. Die Session bietet praxisnahe Werkzeuge, Beispiele und Lessons Learned und schafft zugleich Raum für neue Partnerschaften mit Kommunen, Unternehmen und anderen NGOs im Ostseeraum.

Netzwerk Green Events leitet in dem internationalen Projekt Change(K)now! die Arbeitsgruppe Veranstaltungen.
Das Projekt Change(K)now! wird von Interreg Baltic Sea Region kofinanziert. Das Hauptziel des Projekts ist es, die Darreichung und den Außer-Haus-Verkauf von Lebensmitteln kreislauffähig zu gestalten und so einen Verhaltenswandel von Einweg- zu Mehrweglösungen in den Städten und unter den Bewohner:innen des Ostseeraums zu initiieren.

 

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